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aktuelle Veröffentlichungen, Neuigkeiten

  • P != NP möglicherweise bewiesen?! Eines der wichtigsten offenen Probleme, mit denen sich Mathematiker und theoretische Informatiker herumschlagen, scheint gelöst: die Frage, ob die beiden so genannten Komplexitätsklassen P und NP identisch sind oder nicht. Der bei den HP Labs im kalifornischen Palo Alto beschäftigte Forscher Vinay Deolalikar behauptet, sie sind es nicht, und hat dafür einen knapp einhundertseitigen Beweis vorgelegt. Ob dieser genaueren Prüfungen standhält, wird sich noch zeigen müssen, aber dass es diese Prüfungen geben wird, kann als sicher gelten: Immerhin ist das P-NP-Problem eines von sieben Fragestellungen, die das Clay Mathematics Institute (CMI) in Cambridge in die Liste der so genannten Millennium-Probleme aufgenommen und für deren Lösung es jeweils ein Preisgeld von einer Million US-Dollar ausgelobt hat. (heise online)



  • Die „Bielefeld Academic Search Engine“ (BASE) ist eine der weltweit größten Suchmaschinen speziell für frei zugängliche wissenschaftliche Dokumente im Internet, zum Beispiel Zeitschriftenartikel, Preprints, Dissertationen. Im Sommer 2010 hat BASE das 25 Millionste Dokument von mehr als 1.700 weltweit verteilten Dokumenten-Servern indexiert und kann damit als wesentlicher Baustein der internationalen Open-Access-Community gelten.


  • Farben für Euklid: Der Grieche Euklid begründete die strenge Mathematik - und zugleich ihren Ruf, furchtbar schwierig zu sein. Im Jahr 1847 versuchte der Brite Oliver Byrne, Euklids geometrische Beweise zu visualisieren. Das Ergebnis war das vielleicht schönste und zugleich skurrilste Mathebuch aller Zeiten. (FAZ) - Die Geometrie-Fibel ist jetzt als Faksimile-Ausgabe im Taschen-Verlag erschienen. (Man kann die Ausgabe auch sehr schön online durchblättern.)


  • Math never seen - Vortrag von Johannes Küster (Typoma) zu mathematischen Symbolen und Notationen, gehalten auf der TUG 2010




  • Die Deutsche Aktuar-Akademie (DAA) veranstaltet auch dieses Jahr wieder einen Workshop für junge Mathematiker. Dieser Workshop hat zum Ziel, das Gebiet der Versicherungs- und Finanzmathematik als interessantes und anspruchsvolles Teilgebiet der angewandten Mathematik darzustellen und damit talentierte Mathematikstudenten und –absolventen für Fragen aus diesen Bereichen zu begeistern sowie über aktuelle Themen zu informieren. Ein Schwerpunkt des diesjährigen Workshops, der vom 16.-18. September 2010 auf der Reisensburg (bei Ulm) stattfinden wird, liegt auf der Risikomodellierung und dem Risikomanagement. (weiter Informationen)


  • eine kurze Anleitung (PDF) von Moritz Adler zum Thema ISO-31-konformer Formelsatz mit LaTeX


  • Mathematiker Grigori Perelman erhält eine Million Dollar Preisgeld zugesprochen: Wie das Clay-Institut in Cambridge, Massachusetts, USA, gestern bekannt gab, hat es den Beweis der Poincaré-Vermutung durch den russischen Mathematiker Dr. Grigori Perelman anerkannt. Perelman habe mit seinem Beweis das erste von insgesamt sieben Millenniums-Problemen gelöst und habe Anspruch auf das Preisgeld von einer Million Dollar, hieß es in der Verlautbarung vom 18. März 2010. Das Mathematische Clay-Institut hatte im Jahr 2000 insgesamt sieben mathematische Millenniums-Probleme benannt und für deren Lösung je eine Million US-Dollar Preisgeld ausgesetzt. Bei den Millenniums-Problemen handelt es sich um sehr anspruchsvolle Probleme in der Mathematischen Grundlagenforschung, deren Lösung seit langem offen ist und von zentraler Bedeutung für die Mathematik ist. [...] Die Poincaré-Vermutung entstammt dem mathematischen Fachgebiet der Topologie, einem Teilgebiet der Geometrie. Sie bezieht sich auf dreidimensionale geschlossene Raumformen, deren einfachste die Sphäre (Oberfläche einer vierdimensionalen Kugel) ist. Alle hierauf bezogenen Vermutungen konnte Perelman beweisen - und noch mehr: Er lieferte auch den vollständigen Beweis für die Geometrisierungsvermutung und damit die Klassifikation dreidimensionaler Raumformen.


  • In Mathe war'n wir immer gut: Eine neue Forsa-Studie (im Auftrag der Stiftung Rechnen) zeigt, was wir schon immer wussten: die Mehrheit der 18-65-jährigen gibt Mathe als Lieblings-Schulfach an.


packing, improved
  • Packungsprobleme haben die Mathematiker schon im alten Griechenland beschäftigt, also nicht erst seit David Hilberts berühmter Liste aus dem Jahre 1900. Dabei geht es um die maximal erreichbare Dichte beim Packen von Kugeln oder Tetraeder oder es geht um den schnellsten Lösungsalgorithmus. Ein Team um Johannes Schneider vom Center of Computational Sciences an der Johannes Gutenberg Universität Mainz hatte in 2009 eine Weltrekordlösung für eine Packung von 50 unterschiedlich grossen Kreisscheiben präsentiert. Das Time Magazin zählte die Mainzer Leistung - Packing, Improved - daraufhin zu den 50 Best Inventions 2009.
Anfang Januar 2010 ist es der amerikanischen Mathematikerin Elizabeth R. Chen gelungen, regelmäßige Tetraeder so dicht zu packen, dass sie den Raum zu 85,635 Prozent ausfüllen. Das ist eine Dichte, die noch ein Jahr zuvor für unmöglich gehalten wurde; Tetraederpackung: Eins geht noch. "Trotz dieses beeindruckenden Ergebnisses ist das Ende der schon fast zweieinhalbtausendjährigen Suche noch nicht erreicht, denn niemand weiß, wie weit man die Dichte der Tetraederpackungen noch erhöhen kann." (FAZ vom 10.02.2010)


  • Wie kann man für das Studium der Mathematik werben? Der Filmemacher Sebastian Linda ist der Meinung: offensiv mit den Klischees spielen, Coolness, Eleganz, Schönheit zeigen.




Links



eLearning



Suchmaschinen

Hinter diesem Link verbirgt sich ein Überblick zu frei verfügbaren Mathematik-Journals, geschrieben von Prof. Dr. Ulf Rehmann, Uni Bielefeld. Viele aktuell kostenpflichtige Fachzeitschriften haben ihre (z.T. bis in das 19. Jahrhundert zurückgehenden) Bestände digitalisiert und frei zugänglich gemacht. Darüberhinaus gibt es mehr als 120 mathematische Zeitschriften, die Open Access sind.



Literaturangebote der ULB Darmstadt

  • Literatur der ULB Darmstadt zum Thema Mathematik

Literaturangebote der Hochschulbibliothek



Campuslizenzen kommerzieller Software

  • MATLAB: Produktbeschreibung, aktuelle Version 2009b für Studierende (MatLab TAH-Student - Total Academic Headcount License) zum Selbststudium / Nachbearbeiten der Vorlesung, Information im Mathematischen Labor sowie im FB-Sekretariat
  • Mathematica: mehr Informationen, Zugang zu Lizenzen
  • IDL: Interactive Data Language, Produktbeschreibung; Informationen und Zugang zu Lizenzen bei Prof. Dr. Sandau


kostenlose sowie Open Source Software

  • Maxima, "a modern descendant of Macsyma, the legendary computer algebra system developed in the late 1960s at the MIT".
Brüche kürzen, Primzahlenfolgen berechnen, Optimierungsprobleme lösen, komfortabel und ansehnlich plotten - alles kein Problem.
für Windows, Mac OS X und Linux, mit 928seitigen Handbuch, mehreren Tutorials,...
  • Axiom, "a general purpose system for doing mathematics by computer. It is especially useful for symbolic calculations, mathematical research and for the development of new mathematical algorithms".
Noch ein großes Computeralgebra-System also, ursprünglich von IBM unter der Bezeichnung Scratchpad entwickelt, seit 2001 unter BSD-Lizenz befreit
Integrieren, differenzieren, Formeln manipulieren, eigene Funktionen schreiben, programmieren - eine über 1000seitige Dokumentation unterstützt den Anwender.
Die Installation unter Windows ist etwas tricky, man braucht Cygwin mit X11, Texmacs usw.; für Linux gibt es fertige Pakete.
  • The R Project for Statistical Computing, R ist aus der Statistiksprache S von AT&T hervorgegangen. Auf S basiert auch die kommerzielle Software S-Plus. Die freie Implementierung R ähnelt S äußerlich sehr stark und steht semantisch Lisp nahe. Den Basisvorrat an Kommandos erweitern Tausende von Zusatzpaketen, vor allem aus dem Comprehensive R Archive Network (CRAN).
Zu R gibt es zahlreiche Tutorials, Manuals, FAQs und auch zahlreiche deutschsprachige Fachbücher (amazon).
R gibt es in fertigen Installationspaketen für Windows, Mac OS X und Linux.



Kultur


(Quelle: Oliver Weiss, 2. Preis im Cartoon-Wettbewerb 2008 der Deutschen Mathematiker-Vereinigung)


If androids someday DO dream of electric sheep, don't forget to declare sheepCount as a long int.

(Quelle: xkcd, a webcomic of romance, sarcasm, math, and language)

They say if a mathematician doesn't do their great work by age eleven, they never will.

(Quelle: xkcd, a webcomic of romance, sarcasm, math, and language)